Wie hoch ist die effektive Steuerlast von Investitionen in Wohnimmobilien in Deutschland?

Autor/innen

  • Sebastian Eichfelder
  • Julia Jirmann
  • Sibel Santiago da Costa

DOI:

https://doi.org/10.24352/ub.ovgu-2026-073

Schlagworte:

Effektive Steuerlast, Immobilien, Wohnimmobilien, Investitionen

Abstract

Wir ermitteln anhand eines datengestützten Berechnungsmodells die effektive Steuerlast von Investitionen in eigengenutzte und vermietete Wohnimmobilien. Als Maßgröße verwenden wir die Veränderung der Vorsteuerrendite sowie die Effective Average Tax Rate nach Devereux und Griffith. Die Steuerlast hängt von der Finanzierungsform, der Haltedauer und der Anlageoption ab. Für kurze Haltedauern (5 Jahre) und Eigenfinanzierung ermitteln wir eine Belastung von 20% bis 26% für selbstgenutzte Immobilien und 25% bis 59% für Mietimmobilien. Mit zunehmender Fremdkapitalquote und Haltedauer gehen die Belastungen stark zurück. Bei vollständiger Fremdfinanzierung und einer Haltedauer von etwas mehr als 10 Jahren ermitteln wir Belastungen von 8% bis 9% bei Eigennutzung, 10% bis 16% bei Vermietungsgesellschaften (ohne Ausschüttung) sowie -3% bis -2% bei Vermietungen im Privatvermögen. Wir stellen damit fest, dass das Steuerrecht effektiv Vermietungen im Privatvermögen in bestimmten Konstellationen subventioniert.

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Veröffentlicht

2026-10-06

Ausgabe

Rubrik

Artikel